Blockchain einführen

Blockchain einführen – Blockchain im Unternehmen Teil 4

Yes, es ist soweit! Eure Blockchain läuft. Die Blockchain-Lösung ist fertig implementiert. Eure internen Entwickler bzw. euer beauftragter Dienstleister haben beste Arbeit geleistet. Nun ist es an der Zeit, die Lösung produktiv einzusetzen.
Dazu müsst ihr die Blockchain einführen im Unternehmen. Begleitend zur Einführung gilt es, gutes Change Management zu betreiben. Nachdem die Lösung bei euch läuft, solltet ihr nachfolgende Wartung und Betreuung sicherstellen.

 

Artikel-Übersicht:

  1. Probleme und Lösungen finden – Blockchain im Unternehmen Teil 1
  2. Erst planen, dann bauen – Blockchain im Unternehmen Teil 2
  3. Blockchain entwickeln und testen – Blockchain im Unternehmen Teil 3
  4. Blockchain einführen – Blockchain im Unternehmen Teil 4
  5. 8 Schritte – Blockchain einführen im Unternehmen

 

Blockchain einführen – fertige Lösung produktiv nutzen

Ihr habt, wie im letzten Artikel beschrieben (Blockchain entwickeln und testen – Blockchain im Unternehmen Teil 3), eure Blockchain mitsamt Anwender-UI entwickelt und ausgiebig getestet. Jetzt muss die programmierte Lösung natürlich in den Einsatz kommen, wofür sie gedacht ist.

Wie vorgehen?

Wenn ihr eure Blockchain nun vollständig in allen betroffenen Bereichen resp. Abteilungen ausrollen wollt, solltet ihr bereits Monate zuvor eine Roll-Out Strategie entwickeln. Überlegt euch, ob ihr die Lösung sofort im vollen Umfang einführt, oder ob ihr modular vorgeht. Je nach Größe eures Unternehmens und des einzuführenden Projekts kann es sich anbieten, zunächst in einzelnen Standort einzuführen und nach und nach weiter vorzugehen. Außerdem sollten alle beteiligten Projektmitglieder sowie betroffenen Fachmitarbeiter den festgelegten Go-Live Termin im Sinn haben.

Müssen Daten migriert werden?

Oft muss man bei Software-Projekten Daten migrieren. Dies mag bei der Blockchain anders sein. Hier könnt ihr sagen: „Wir haben bis jetzt mit dem alten Verfahren gearbeitet. Nun werden wir die Daten dezentral in der Blockchain hinterlegen“. Hier muss man natürlich fallspezifisch überlegen, ob nicht doch Daten aus der Vergangenheit in die Blockchain übergeführt werden müssen. Dafür gilt es dann die Datenmigration zu planen und durchzuführen.

Testen – läuft alles wie geplant?

Obwohl ich im letzten Artikel bereits über das Testen geschrieben habe, möchte ich hier noch einmal die Wichtigkeit betonen. Bevor ihr Go-Live geht, solltet ihr das gesamte System unter realen Bedingung testen, wie es später tatsächlich arbeiten soll. Geht alle Prozesse und Workflow durch. Checkt die Verbindung zu allen Nodes in eurer Blockchain. Die Synchronisation muss funktionieren und eine gute Netzverbindung bestehen, damit Daten problemlos ausgetauscht werden können.
Unter Umständen sind Anpassungen an eurer Blockchain-Lösung nötig. Plant dafür genügend Zeit ein, damit euer Go-Live-Termin nicht in Gefahr gerät.

End-User Training und Support

Ein sehr wichtiger Punkt ist die Schulung der Endanwender. Damit euer Blockchain-Projekt einen nachhaltigen Erfolg mit sich führt, sollten die Mitarbeiter auch damit arbeiten können. Also stellt sicher, dass sie die nötigen Fertigkeiten erlangen. Organisiert ausführliche Trainings, in welchem die Bedienung der Anwendung geübt wird. Erklärt die Funktionalität und Arbeitsweise eurer Blockchain-Lösung. Helft den Endanwendern außerdem die zusammenhängenden Prozesse zu verstehen. Ebenso sollten ihr einen Support bei Fragen und Problemen organisieren. Gerade in der Anfangsphase, in der es häufig zu Komplikationen kommen kann, solltet ihr zusätzliche Ressourcen bereitstellen.

 

Change Management

Mitarbeiter finden in der Regel Änderungen doof. Sie haben sich gewöhnt an Prozesse und an Tools. Jede Prozessänderung oder Wechsel einer Software stößt leicht auf Wiederstand. Denn es bedeutet einen Lernaufwand, mit den neuen Abläufen klarzukommen. Man muss sich einarbeiten und mit gerade am Anfang auftretenden Macken zurechtkommen.
Eine Änderung im Unternehmen führt außerdem zu Ängsten in der Belegschaft. Wird ein großes IT-Projekt ausgerollt oder Prozesse optimiert, bedeutet es nicht selten, dass Stellen gestrichen werden.

Um Unruhe und Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern zu vermeiden, ist exzellentes Change Management das A und O. Was das ist, darauf gehe hier kurz ein. Ein wichtiges Konzept im Change Management ist das 3-Phasen-Modell nach Kurt Lewin. Dies ist grundlegend und gilt als Standard für Veränderungsprozesse.

  1. Erste Phase: Auftauen.
    Ihr geht früh in das Gespräch mit den Mitarbeitern, welche mit der neuen Blockchain-Lösung zu tun haben werden. Kommuniziert von Anfang an euer vorhaben. Vermittelt die Wichtigkeit für das Unternehmen und wie dadurch auch die Mitarbeiter profitieren werden. Und bezieht die Mitarbeiter, welche letztendlich später damit arbeiten werden, in den gesamten Planungsprozess ein. Gebt ihnen zu verspüren, dass ihr euch für ihre Belange interessiert. Seid aufgeschlossen für ihre Bedenken und Anregungen.
  2. Zweite Phase: Bewegen
    Dies ist die Phase der Einführung der Blockchain. Wie oben beschrieben, soll nun das fertig implementierte Projekt in Einsatz kommen. Entweder als Ersatz für ein bestehendes Tool oder als Ergänzung. Wie auch immer, jedenfalls führt ihr nun im Unternehmen die Änderung durch. Das heißt, die neue Applikation kommt zur Anwendung und evtl. Änderungen an Prozessen und Workflows werden umgesetzt.
  3. Dritte Phase: Einfrieren
    Ist die Blockchain eingeführt und nun produktiv im Einsatz, gilt es die Änderungen zu verfestigen. Sorgt dafür, dass die implementierte Lösung tatsächlich so genutzt wird, wie ihr euch das vorgestellt habt. Innerhalb des Unternehmens sollen die Mitarbeiter damit arbeiten, aber auch beteiligte Geschäftspartner. So ist es notwendig, dass im Supply Chain Management sich alle Logistik-Partner daran halten, um den Zweck der Blockchain aufrechtzuerhalten.

Wer sich mehr für das Thema Change Management interessiert, sollte unbedingt auch die 8 Schritte nach John Kotter betrachten: Erfolgreiches Change Management mit Kotter´s 8-Stufen-Modell

 

Monitoring und Wartung

So, endlich läuft eure Blockchain produktiv. Das Projekt ist weitestgehend abgeschlossen. Die Mitarbeiter sind zufrieden damit, denn sie erkennen das große Potenzial und die Bedienung des Tools ist idealerweise einfach. Alle Geschäftspartner, welche ebenso ihre Daten in der Blockchain einspeisen, machen sorgfältig mit. Die Daten sind dezentral in der Blockchain hinterlegt. Ihr könnt euch sicher sein, dass sie manipulationssicher sind.

Jedoch hat eine neue IT-Lösung öfters ihre Tücken. So könnt ihr euch sicher sein, dass die Prozesse und das Tool am Anfang nicht 100%ig laufen werden. Es werden Fehler und Komplikationen auftreten. Um möglichst schnell einen einwandfreien Betrieb herzustellen, ist stetiges Monitoring notwendig.

Habt stets im Blick, wie eure eingeführte Blockchain-Lösung arbeitet. Tut sie, was sie soll? Beobachtet genauestens die Abläufe. Seid im Gespräch mit den Mitarbeitern. Sie wissen oft am besten, was und woran es hapert.
Verliert auch nicht das Ziel aus den Augen. Schließlich habt ihr die Blockchain nicht der Blockchain wegen eingeführt. Euer Anliegen war ja ein anderes. Etwa die größere Transparenz und Manipulationssicherheit der Daten. Also beurteilt dies immer wieder: Wird das Ziel eures Blockchain-Projekts tatsächlich erfüllt?

Wenn nun Probleme auftreten, sorgt für zügige Lösungen. Schaltet bei Bugs den Support oder die Entwickler ein. Schult die Mitarbeiter eingehender in spezifischen Bereichen. Stellt sicher, dass die Endanwender tatsächlich so arbeiten, wie es vorgesehen ist. Kommuniziert mit euren Geschäftspartnern. Denn evtl. mangelt es an deren Kommitment zur Blockchain-Lösung.

Ich bin mir sicher, dass stetiges Monitoring am Anfang und fleißiges Beheben von Problemursachen euer Blockchain-Projekt bald zu großem Erfolg führen wird. Der ROI wird nach gewisser Zeit kommen, da bin ich zuversichtlich.

 

In diesem Beitrag habe ich darüber geschrieben, wie ihr die Blockchain einführen könnt.
Eine Roll-Out-Strategie ist dafür notwendig. Evtl. müssen Daten migriert werden. Ausgiebiges Testen sowie das Schulen der Endanwender ist von immenser Bedeutung. Damit die Mitarbeiter mit dem Veränderungsprozess zurechtkommen, ist gutes Change Management wichtig. Nachdem die Veränderung durchgeführt wurde und die Blockchain im Unternehmen läuft, können anfangs Probleme auftauchen. Dafür ist stetiges Monitoring und eingehende Wartung zu empfehlen.

 

Artikel-Übersicht:

  1. Probleme und Lösungen finden – Blockchain im Unternehmen Teil 1
  2. Erst planen, dann bauen – Blockchain im Unternehmen Teil 2
  3. Blockchain entwickeln und testen – Blockchain im Unternehmen Teil 3
  4. Blockchain einführen – Blockchain im Unternehmen Teil 4
  5. 8 Schritte – Blockchain einführen im Unternehmen

 

8 Schritte - Blockchain einführen im Unternehmen
Blockchain entwickeln und testen - Blockchain im Unternehmen Teil 3

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