BigchainDB

Big Data und Blockchain = BigchainDB

Was ergibt sich, wenn man Blockchain und Big Data in einen Topf wirft? BigchainDB. Dies ist eine dezentrale Datenbank, welche auf der Blockchain basiert. Die üblichen Vorteile der allseits bekannten Big Data werden mit den Potenzialen der Blockchain-Technologie kombiniert und verknüpft.

 

Merkmale von Big Data…

In der klassischen Big Data werden die Daten verteilt prozessiert. Durch eine multifache Parallelität in einem gigantischen Rechner-Verbund wird eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit erreicht. Ein einzelner Computer mit mehreren Prozessoren und Kernen wäre nicht in der Lage, eine derartige Verarbeitung durchzuführen. Selbst wenn die einzelnen Computer im Verbund einfach aufgebaut und für sich nicht so leistungsstark sind, resultiert der Vorteil aus der Masse. Die vorhandene Datenmenge wird aufgeteilt auf die Menge an Rechnern. Dies führt zu Verarbeitungszeiten von Bruchteilen im Vergleich zu einer zentralen Prozessierung. Als Ergebnis ist hier ein hoher Durchsatz bei der BigchainDB.

Die dezentrale Verarbeitung bringt einen weiteren Vorteil mit sich. Es ist nicht nur einer bzw. wenige Server im Spiel sind, sondern eine große Menge an verarbeitenden Rechnern. Die Antwortzeiten an den Endanwender reduzieren sich drastisch. Gerade in Spitzenzeiten mit zahlreichen Zugriffen ist dies bedeutsam. Dies ist ein weiteres Merkmal von der BigchainDB.

Eine Stärke typischer Big Data Anwendungen ist die Durchsuchung von Daten. Man stellt eine Anfrage, eine sogenannte Query, und durch die verteilte Verarbeitung werden die Datenmengen enorm schnell durchsucht. Mit geringer Latenz erhält der Benutzer das Ergebnis auf die Anfrage zurückgeliefert. Die BigchainDB soll in Zukunft auch diese Query-Fähigkeit enthalten, welche nicht nur über das bekannte SQL abgefragt wird, sondern dem Big Data typischen NoSQL („Not only SQL“). Laut Webseite soll dieses Feature bald kommen.

 

…kombiniert mit der Blockchain

Die Blockchain steht für Manipulationssicherheit. Einmal eingetragen, lassen sich Daten nicht verändern. Es ist praktisch ausgeschlossen, dass Kriminelle die Vorherrschaft über 50% des Netzwerks erlangen, um dadurch Manipulationen durchzuführen. Für solch eine Handlung wäre es die Mindestvoraussetzung, die vielen Rechner der einzelnen Teilnehmer zu kapern. Dahingegen ist es um ein vielfaches einfacher, einen zentralen Server zu hacken und darauf liegende Daten zu verändern. Die BigchainDB hebt die Unveränderlichkeit der gespeicherten Daten hervor.

Damit einhergehend ist die dezentrale Autorität über die Datenhaltung. Es gibt nicht wie üblich eine zentrale Instanz, welche die Daten unter Kontrolle hält, sondern hier ist wieder die Allgemeinheit involviert.

 

Eine Datenbank stellt die Basis dar in einem traditionellen Stack. Bei dem Endanwender laufende Applikationen greifen auf einen zentralen Server zu. Dieser steuert den Zugriff auf eine Datenbank, auf welcher letztendlich verschiedenste Inhalte und Nutzerdaten hinterlegt sind.  Die BigchainDB als zugrundelegende Datenbank ersetzt das herkömmliche Bild von einem zentralen Server. Anstelle dessen kommt die dezentrale, verteilte Prozessierung.

Use Cases

Die Kombination von Blockchain und Big Data klingt ja spannend. Doch wo lässt sich die BigchainDB einsetzen? Auf ihrer Webseite heben die Betreiber vier Bereiche hervor: Den Schutz des geistigen Eigentums für bspw. Musikproduzenten und die zurückerlangte Kontrolle für Personen über eigene Daten. Außerdem sollen sich Lieferketten aufzeichnen lassen, d.h. Produkte können über die gesamte Historie ganz transparent nachverfolgt werden. Als letztes Beispiel ist die Regierung erwähnt, welche ihre Prozesse effizienter gestalten kann.

 

Wer sich näher für die BigchainDB interessiert, den möchte ich auf deren Webseite verweisen: https://www.bigchaindb.com/. Da lässt sich derzeit noch ein kostenloser Zugriff auf eine Testinstanz der BigchainDB erstellen. Zurzeit stellen die Betreiber klar, dass es nicht produktionsbereit ist, sondern eher für Prototypen verwenden werden kann. Da der Ansatz trotzdem spannend ist, empfehle ich, es über den Testzugriff auszuprobieren. Ein produktiver Ansatz kann am Ende immer noch durchdacht werden.

Bis bald auf meinem Blog!

 

Schreibe einen Kommentar